Dienstag, 8. Juni 2010

Linke-Abgeordnete Inge Höger im Interview: »Vorwürfe der Israelis wirken doch sehr konstruiert«

Inge Höger von der Linkspartei beteiligte sich als eine von fünf Deutschen an der »Gaza Freedom Flotilla«. Im Interview berichtet sie, wie sie die umstrittene Organisation IHH wahrgenommen hat, warum sie den israelischen Streitkräften nicht traut und welche politischen Folgen der Vorfall haben wird

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

man ist das peinlich, von allem hat Frau MdB Höger (angeblich) nichts mitbekommen, aber dass den Israelis nicht zu trauen ist weiß sie ganz genau!
Haben die eigentlich nicht Wichtiges in Berlin oder in ihrem Wahlkreis zu tun, oder war das Verlangen nach einer sommerliche Mittelmeerkreuzfahrt mit Liedchen singen und Gitarre zu groß? So wie einst die rote Heidi aus Hessen als es damals in der Südsee "irgendwie gegen Atomversuche oder so" ging!

g.c. hat gesagt…

Gute Fragen, schwache Antworten!

Anonym hat gesagt…

"respektierte Organisationen wie etwa Pax Christi und der Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges"
Diese Organisationen werden in der Tat von den Islamisten respektiert, weil sie einen ausgeprägten Judenknall haben. Wie Frau Höger.

Anonym hat gesagt…

Was ist das Problem? Frau Höger gibt doch sinnvolle Antworten auf sinnvolle Fragen. Aber was soll's. Die rechten Rassisten (Kommentare eins und drei, Kommentar zwei ist in seiner Inhaltslos da ja fast noch angenehm...) sind ja eh argumentationsresistent. Tut uns doch bitte den Gefallen und geht zurück zu PI und belästigt uns nicht auf einem seriösen Blog mit Eurem als Philosemitismus getarnten Rassen- und Israelwahn.

Anonym hat gesagt…

Wird hier diskutiert oder nur gepöbelt???

Diskutieren sollten wir mal über die Bilder von Hürriyet

http://www.hurriyet.com.tr/gundem/14944432.asp?gid=373

Anonym hat gesagt…

Ein weiterer Diskussionsvorschlag:

http://beckstage.volkerbeck.de/2010/06/07/zwischenruf-in-der-debatte-uber-den-israelischen-militareinsatz-gegen-den-gaza-hilfskonvoi/#more-262

Hat die LINKE eigentlich schon gemerkt, dass sie wortwörtlich wie die NPD argumentiert?

g.c. hat gesagt…

Um noch etwas Substantielles zu meinem kurzen Kommentar oben hinzuzufügen:

Ich finde einfach, dass Frau Höger im Interview mit Herrn Chatterjee zu oft sagt: "Davon wusste ich nichts." oder "Davon habe ich nichts mitbekommen." Wie sie selbst anmerkt ist Frau Höger nicht irgendjemand sondern MdB. Und da erwarte ich einfach, dass man sich im Vorfeld mehr über die Umstände und Organisatoren der Flotte informiert. Dennoch möchte ich nicht in Abrede stellen, dass Frau Höger anders als in den meisten Medien kolportiert nicht aus Sympathie mit der Hamas oder Hass auf Israel sondern aus ehrlichem Mitgefühl mit den Palästinensern im Gaza-Streifen gehandelt hat.

Zu den Hürriyet-Fotos: Sie zeigen, dass an Bord der Mavi Marmara weder die friedliebenden Aktivisten waren, als die sie von Seiten der Flotilla-Organisatoren dargestellt werden, noch die blutrünstigen Terroristen, als die Israel sie der Welt vorführen wollen.

Unter dem Strich bleibt, dass keine Seite mit offenen Karten spielt und die Wahrheit wie immer irgendwo dazwischen liegt. Es ist allerdings schon bezeichnend, dass sich Israel beharrlich einer internationalen Untersuchung des Vorfalls verweigert und seit einer Woche keine Videos mehr rausgerückt hat. Ich dachte mittlerweile sei fast jeder israelische Soldat mit Helmkameras ausgestattet. Dann kann man der Weltöffentlichkeit doch bestimmt auch zeigen, wie man die angreifenden Flottila-Aktivisten in Notwehr mit mehreren Kopfschüssen erschießt, oder?

Volker Becks Text ist vernünftig und man kann ihn wohl getrost unterschreiben.

Letztendlich steht wohl jeder Linke oder Liberale in Deutschland vor einem Zwiespalt. Auf der einen Seite steht das Recht der Israelis auf ein sicheres Leben im eigenen Staat, ohne Angst vor Angriffen von Außen. Auf der anderen Seite steht das Recht der Palästinenser auf ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Staat, frei von israelischer Besatzung.

Ein Teil der deutschen Linken - ich würde sie mal pauschalisierend als "Antideutsche" bezeichnen - versucht letzteren Aspekt auszublenden und frönt einer blinden Israel-Solidarität, die zu Slogans wie "Gegen die palästinensische Konterrevolution" führt und Texte produziert die aus der Feder von Avigdor Liberman und anderen stammen könnten.

Ein anderer Teil der Linken wiederum skizziert Israel als fast faschistischen Staat, der die Palästinenser kaum besser behandelt als das Apartheid-Südafrika die Schwarzen oder das Dritte Reich die Juden und verfassen Pamphlete die aus der Feder von Hamas & Co stammen könnten.

Dass sich beide Gruppen als "links" bezeichnend für deutsche Befindlichkeiten 65 Jahre nach Kriegsende.

Anonym hat gesagt…

Es ist schon lustig, als was man hier dastellt wird, wenn man die gängigen Kilschees widerspricht: Man hat wahlweise Rassenwahn, Israelwahn, ist rechter Rassistist , PI(?) manchmal auch nur Pro-Besatzer oder Philosemit- oder alles zusammen.

Sorry Boys&Girls, ihr habt Pech gehabt, danebengetippt und leider nichts gewonnen. Trotzdem nicht nachlassen, irgendwann klappt es schon, spätestens wenn ihr alles Falsche durchhabt und nicht wieder von vorne anfängt! :D