Donnerstag, 23. Dezember 2010

Alsharq-Reise nach Israel und Palästina 2011

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Wochen war es um Alsharq etwas ruhig geworden. Dies hat gute Gründe: Alsharq wird professionalisiert. Immer häufiger erhalten wir Macherinnen und Macher des Blogs Aufträge für Seminare, Vorträge, Dossiers, etc. Momentan überarbeiten wir deshalb mit Hilfe eines Programmierers und eines Grafikers den Webauftritt von Alsharq grundlegend. In Übereinstimmung mit unserem Selbstverständnis als Nachrichten- und Analyseportal sowie als Reiseveranstalter werden wir das Blogformat durch eine komplexere und vor allem professionellere Website ergänzen.

Apropos Reisen: Neben der Reise in den Libanon im April 2011, für die man sich noch anmelden kann, bieten wir im September 2011 (15.-28.9.) eine politische Studienreise nach Israel und Palästina an:

Zur Grundidee:

Täglich sind wir durch Nachrichten und Bilder mit dem Nahostkonflikt konfrontiert. Trotz einer breiten Berichterstattung in den Medien ist das Wissen um Hintergründe und Geschichte des Konfliktes zwischen den Israelis und Palästinensern jedoch häufig nur gering und besteht nicht selten aus vereinfachten und polarisierenden Meinungsbildern.
Spricht man von „den Israelis“ oder „den Palästinensern“ ruft dies oft einseitige Vorstellungen von einer homogenen Gesellschaft im Konflikt mit ihren ebenfalls gesellschaftlich homogenen Nachbarn hervor. Bei genauerer Betrachtung erweist sich aber gerade diese Annahme als Trugschluss, denn gerade die innergesellschaftlichen Konflikte und Spaltungen, sowohl der israelischen und palästinensischen Gesellschaft, spielen eine nicht unwesentliche Rolle im andauernden Konflikt um Territorium, Identität und Staatlichkeit.

Mit unserer Reise wollen wir dazu beitragen, eine differenziertere Sichtweise auf diese komplexe Region zu ermöglichen. Dabei verfolgen wir den Anspruch, dass die Teilnehmenden bestehende Meinungsbilder hinterfragen und sich durch Diskussionen mit den Menschen vor Ort mit neuen oder anderen Perspektiven möglichst unvoreingenommen auseinandersetzen.

Die Reisegruppe soll Israel und die palästinensischen Gebiete nicht nur vor dem Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts bereisen, sondern auch ein Bild der innergesellschaftlichen Spannungen und Konfliktlinien sowohl in Israel als auch in den palästinensischen Gebieten zu geben. Durch Treffen und Diskussionen mit Gesprächspartnern unterschiedlicher religiöser, politischer und kultureller Prägung möchten wir den Teilnehmenden zwei höchst pluralistische Gesellschaften näher bringen. In diesem Zusammenhang möchten wir gemeinsam mit den Reisenden erörtern, inwieweit diese innergesellschaftlichen Konflikte gegebenenfalls ein Hindernis oder auch eine Chance für Lösungsansätze in Bezug auf den israelisch-arabischen Konflikt darstellen.
 
Die gesellschaftspolitischen Aktivitäten und Diskussionen werden in ein touristisches Rahmenprogramm eingebettet, das den Reisenden die beeindruckenden historischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten näher bringen soll.

Die Reise richtet sich an aktive, aufgeschlossene, kulturell und politisch interessierte Menschen jeden Alters. Im Vorfeld der Reise findet ein Workshop statt, während dem sich die Reisenden kennenlernen und Erwartungen an die Reise äußern können. Der Workshop hat nicht zuletzt einen edukativen Charakter – die Grundzüge des israelisch-palästinensischen Konflikts sowie eine historische Einführung werden vorgestellt und diskutiert.

Einen ersten Programmentwurf findet Ihr hier. Weitere Details, etwa die Kosten und Unterkünfte, folgen in Kürze.

Kommentare:

bruno.jahn hat gesagt…

Da begebt ihr euch aber auf einen verdammt umkämpften Markt mit harter Konkurrenz...

http://www.titanic-magazin.de/leserreise-israel.html

Anonym hat gesagt…

Wohl kaum. Die Titanic kommt ja noch nicht mal ins Internationale Begegnungszentrum / Diyar. Meldet euch mal, ahlan wasahlan. (diyar.ps) Wir bieten auch den Rundgang durch die historischen Viertel, den Mauerspaziergang oder die Wanderung durch biblische Landschaften in den Besetzten Gebieten an.

Christoph Dinkelaker hat gesagt…

Gerne schau ich mal bei Diyar vorbei. Schreib mir doch bitte an wen ich mich diesbezüglich wenden soll.
Beste Grüße aus Jerusalem,
Christoph Dinkelaker