Freitag, 5. Juni 2009

Obama in Kairo - Ein Neuanfang

Barack Obamas Rede in Kairo ist weltweit mit Wohlwollen aufgenommen worden. Allenthalben wird registriert, dass der US-Präsident an einem Neuanfang in den Beziehungen mit den Muslimen interessiert ist. Es gibt aber auch kritische Stimmen.



eine Presseschau findet sich auf Zenithonline

Kommentare:

Marcus Mohr hat gesagt…

Obama muss sich an der Quadratur des Kreises versuchen: Wirtschaftskrise, Ökologieprogramm, Nahostkonflikt, Irakkrieg, Taliban in Afghanistan und Pakistan. Wir dürfen gespannt sein, ob es ihm gelingen wird dieses Jongleursstück auf dem Hochseil zu balancieren.

Von der Rede in Kairo wird viel abhängen. Ich vermute, dass es dem charismatischen Naturtalent gelingen wird, seine Beliebtheit in der arabischen Welt noch ein wenig zu steigern. Was aber der Erwartungsdruck nur noch erhöhen wird.

g.c. hat gesagt…

Ich dachte eigentlich, dass Mubarak als Gastgeber bei der Rede von Obama anwesend sein würde.

Hat das irgendeine Bedeutung, dass er nun (vermutlich) nicht teilnehmen wird?

Stefan hat gesagt…

Alles in allem eine sehr gute Rede. Ich denke Obama hat alle brisanten Themen angesprochen und wohl auch den richtigen Ton getroffen.

Aber kann es sein, dass er "Hajib" statt "Hijab" gesagt hat?

C.Sydow hat gesagt…

Zu Mubarak:

Er scheint gesundheitlich sehr angeschlagen zu sein, vielleicht war es ihm schlicht nicht zuzumuten länger als eine Stunde der Rede zuzuhören. Der Mann ist alt, vor zwei Wochen starb sein 12-jähriger Enkel, was ihn zusätzlich schwer mitgenommen hat. In den letzten Wochen ist Mubarak kaum öffentlich aufgetreten.

Zu Obama:

Er hat in der Tat "Hajib" statt "Hijab" gesagt. Auch mit der Aussprache von "al-Azhar" tat er sich schwer. Seine Botschaft scheint aber zumindest bei den Zuhörern im Saal angekommen zu sein.

Printe hat gesagt…

Was mir gefallen hat: Obama hat jüdisches Leid und palästinensisches Leid in ein und derselben Rede zur Sprache gebracht.

Hannes hat gesagt…

Obama ist nicht nur schlau, sondern hat auch noch schlaue Leute, die ihm zuarbeiten. Tolle entwaffnende Worte! Nun müssen Taten folgen!

andi hat gesagt…

naja... tolle worte, aber ich frag mich ob "die muslime", die obama mit der rede ansprechen wollte, darauf gewartet haben dass ihnen ein amerikanischer präsident den koran erklärt...
zudem hat er auf der politischen ebene kaum neues erzählt. Dass zB die Road Map überhaupt noch erwähnt wird, sagt schon einiges...

eine gute, ausführliche kritik der rede:

http://electronicintifada.net/v2/article10576.shtml