Freitag, 11. Dezember 2009

Menschenrechte in arabischen Staaten- Dauerzustand Ausnahmezustand

Am Internationalen Tag der Menschenrechte bescheinigt eine Studie des Cairo Institute for Human Rights Studies der arabischen Welt wenig Grund zum Feiern. Gegenüber 2008 hat sich die Menschenrechtslage dort nur verschlechtert. Die Regime verstecken sich hinter »nationaler Sicherheit«

weiterlesen

Kommentare:

M.A. hat gesagt…

Zwei Kritikpunkte: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie westliche Medien mit erhobenen Zeigefinger auf die Menschenrechtslage in der arabische Welt zeigen und dabei ignorieren, dass sich die meisten der Regime, Diktatoren und "Könige" nicht eine Woche lang ohne militärische und wirtschaftliche Unterstützung des Westens, einschließlich Deutschlands, an der Macht halten könneten. Man nehme nur das Beispiel Ägyptens, die einstige Kornkammer der Welt, heute abhängig von US-Weizenimporten. Man könnte zwar einwenden, dass es sich bei dem Institut, das die Studie veröffentlicht hat um ein in Kairo Ansässiges handelt und deshalb nicht westlich ist. Der Artikel berücksichtig dennoch nicht diese wichtige Tatsache.
Ein zweiter Punkt, der völlig unreflektiert und unkritisch von der Studie übernommen wird, der dennoch vor ungerechter Berichterstattung stinkt ist folgender Absatz:
"Zusammen mit anderen autoritären Staaten wir Kuba, China, Russland und Iran arbeiteten diese Organisationen daran, die Menschenrechtsinstitutionen der UNO zu untergraben." Wenn einer die Menschenrechtsinstitution der UNO, nämlich den UN-Menschenrechtsrat, untergräbt, dann sind das die USA und Israel, nämlich dadurch, dass sie diesem garnicht erst beitreten und seine Existenz gar ignorieren.

Markus hat gesagt…

@M.A. Dann machen Sie sich doch mal Gedanken, WARUM die USA und Israel diesem (völlig einseitigem) Gremium nicht beitreten (btw: die USA ist inzwischen beigetreten).
Vielleicht liegt das daran, dass das Gremium z.B. von OIC-Staaten missbraucht wird, um sich selber reinzuwaschen und andere Staaten wie z.B. Israel überproportional oft und hart zu verurteilen.