Montag, 6. Oktober 2008

Die Dahiye-Doktrin

Der Chef der Nordkommandos der israelischen Armee, Gadi Eisenkot, hat mit deim Einsatz "unverhältnismäßiger Gewalt" gegen libanesische Dörfer gedroht, sollte die Hizbollah von dort Raketen auf Israel abfeuern.

"Was 2006 mit dem Stadtteil Dahiye in Beirut passiert ist, wird mit jedem Dorf geschehen, vom dem aus Israel beschossen wird", sagte der General am Freitag in einem Interview mit der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth. Die Dahiye sind die schiitischen Vororte Beiruts, in denen die Hizbollah Büros unterhält. Während des Zweiten Libanonkrieges wurden hier ganze Straßenzüge dem Erdboden gleichgemacht.

"Wir werden unverhältnismäßige Gewalt einsetzen und schwere Schäden und Zerstörungen verursachen. Von unserem Standpunkt aus sind das keine zivilen Dörfer sondern Militärbasen", so Eisenkot weiter. Er betonte, dass es sich bei seiner Strategie keineswegs um eine Empfehlung sondern um einen bereits beschlossenen Plan handele.

Ziel der "Dahiye-Doktrin" ist es, die Hizbollah und ihre Verbündeten von zukünftigen Angriffen auf Israel abzuhalten. Sollte diese Abschreckungsstrategie jedoch scheitern, könnten sich Eisenkots Äußerungen bald als kontraproduktiv erweisen.

Die letzten Kriege zwischen Israel und der Hizbollah 1993, 1996 und 2006 haben nämlich gezeigt, dass mit einer wachsenden Zahl der zivilen Opfer im Libanon der Druck auf Israel seitens der EU und später auch der USA zunimmt, den Krieg zu beenden und ein Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen.

Sollte Israel seine Drohung wahrmachen und Dutzende schiitische Dörfer im Libanon dem Erdboden gleichmachen und nicht länger zwischen Kombattanten und Zivilisten unterscheiden, wird die internationale Empörung nicht lange auf sich warten lassen. Im Medienzeitalter wird Israel den Krieg der Bilder so mit Sicherheit verlieren.

Verzichtet Israels Armee in einem künftigen Krieg gegen die Hizbollah also auf "unverhältnismäßige Gewalt" erscheint sie plötzlich als Papiertiger und die Hizbollah dürfte sich gestärkt fühlen. Macht sie ihre Drohungen wahr wird Israels Ansehen weiter sinken und Antisemiten in aller Welt werden sich bestätigt fühlen.

Im Wesentlichen liegt der "Dahiye-Doktrin" ein Weltbild zu Grunde, das sich kaum von dem vieler Hizbollah-Anhänger unterscheidet. Ihrer Ansicht nach sind alle Zionisten Verbrecher und somit alle Israelis legitime Angriffsziele. Laut Eisenkot werden nun alle Libanesen zu Hizbollah-Anhängern und damit ebenfalls zu potentiellen Angriffszielen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Jüdischen Terrorristen werden mit sicherheit eliminiert werden. Ihre Schwäche macht sie wütender und je mehr sie wütender werden desto schwächer werden sie. Also Hizbollah wir deutschen unterstützen dich herzlich in deinem kampf gegen die Jüdischen terrorristen.

Anonym hat gesagt…

Halts Maul du strunzdummer Antisemit und brabbele hier nicht irgendwelchen Mist im Namen "der Deutschen" zusammen! Verpiss dich zu deinen roten und/oder braunen Spiessgesellen!