Freitag, 3. Oktober 2008

US-Think Tank will Büro in Teheran eröffnen

Der American-Iranian-Council (AIC) hat vom US-Finanzministerium die Erlaubnis erhalten, ein Büro in Teheran zu eröffnen. Der AIC wird damit der erste amerikanische Think Tank sein, der im Iran vertreten ist. Eine entsprechende Erlaubnis erhielt der Rat vom Office of Foreign Asset Control (OFAC), das die Sanktionen gegen den Iran überwacht und durchsetzt.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Iran wurden 1980 nach der Islamischen Revolution und der Geiselnahme von 54 amerikanischen Botschaftsangestellten in Teheran abgebrochen und seither nicht wieder aufgenommen. Sean McCormack, Sprecher des State Departments, erklärte, die Entscheidung des OFAC bedeute nicht, dass sich an der amerikanischen Politik gegenüber dem Iran etwas ändern werde.

Der American-Iranian-Council wurde 1997 gegründet und hat seinen Sitz in Princeton, New Jersey. Laut Satzung ist der AIC eine unabhängige und unparteiische Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verbessern. Ins Besondere gehe es dem AIC darum, Verdrehungen und falsche Wahrnehmungen über die jeweils andere Kultur und Bevölkerung richtigzustellen.

Nur durch Dialog könnten die schwierigen Probleme beider Staaten gelöst werden, so Brent Lollis, Direktor des amerikanisch-israelischen Rats. Besonders die iranische Zivilgesellschaft solle so gestärkt werden. Dabei wolle der AIC ein objektiver und fairer Moderator sein. Derzeit wartet die Organisation noch auf die Zustimmung der iranischen Behörden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Kollege Sy,

ich glaube, das muss American-Iranian ... im ersten Satz heissen.

Gruesse, Dinkel

C.Sydow hat gesagt…

stimmt...ist korrigiert