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Dienstag, 3. Januar 2012

Kommentierte Materialsammlung: 10 Jahre 11. September - Teil 2

Liebe Leserinnen und Leser,

nach Teil 1 folgt nun Teil 2 unserer Studie zum Thema "10 Jahre nach dem 11. September".

Der Afghanistan-Krieg und der „Krieg gegen den Terror“: Das erste unmittelbare Ergebnis nach dem 11. September

Hintergrund:


Der Krieg in Afghanistan war die erste schwerwiegende Konsequenz der Anschläge vom 11. September 2001. Sie war zum Einen fast unmittelbar, da zwischen dem Tag der Attentate und dem Kriegsbeginn am 7. Oktober 2001 nur knapp 4 Wochen lagen. Zum Anderen ist sie das am längsten direkt spürbare Resultat des „Krieges gegen den Terror“. So wie auch der 11. September jährt sich 2011 nämlich auch das militärische Engagement am Hindukusch und stellt damit einen direkten Rückgriff und ein ständiges Erinnern an das Ereignis dar.

Dienstag, 26. April 2011

»Kein politisches Feigenblatt mehr sein«

Kann Zivile Friedensarbeit leisten, wobei das Militär versagt? Wir sprachen mit Heinz Wagner, Geschäftsführer des forumZFD, über Konfliktlösung in Afghanistan und die Verantwortung der deutschen Politik.

Al-Sharq: Herr Wagner, »Frieden braucht Fachleute« ist das das Motto Ihrer Organisation. Was steckt dahinter?

Heinz Wagner: Staaten leisten sich seit Jahrhunderten Spezialisten für Gewaltlösungen. Sie investieren ungeheure Mengen an Geld, Arbeitskraft, Intelligenz in Gewaltinstrumente, Gewaltstrategien und ihre Rechtfertigung. Auch heute noch wird dies weitgehend für alternativlos gehalten - so aktuell der Krieg gegen Gaddafi. Solche schweren Fehler können wir uns zukünftig immer weniger leisten. Krieg wird von Menschen gemacht, Frieden auch. Wenn man systematisch das Kriegshandwerk erlernen kann, kann man auch zum Spezialisten für Friedenshandeln werden. Deswegen fordern wir: Frieden braucht Fachleute.

Donnerstag, 1. April 2010

Bildung schlägt Taliban

Der Geograf Sardar Kohistani kehrt als erster Absolvent des DAAD-Promotionsprogramms nach Afghanistan zurück. Im Interview berichtet Kohistani über den Wert der Bildung für die Zukunft seines Landes, Studieren unter den Taliban und wie ihn die Zeit in Deutschland verändert hat

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Dienstag, 30. März 2010

Rasenmähen in Afghanistan

von Hauke Fokken

Am 13. Februar 2010 startete die ISAF-Operation „Moshtarak“. Ziel war die Provinzhauptstadt Marjah in Helmand, ein von Taliban und Drogenbaronen beherrschtes Gebiet im Süden Afghanistans. In der größten Offensive seit acht Jahren waren insgesamt 15.000 afghanische und ISAF Soldaten beteiligt. Militärisch gesehen war Operation „Moshtarak“ ein Erfolg, denn nach nur zwölf Tagen konnte die Stadt gegen wenig Widerstand eingenommen werden. Nur stellt sich die Frage, ob die Lage in Marjah weiterhin stabil bleiben wird, wenn die Truppen abgezogen sind oder der „Rasen“ wieder einmal nur „gemäht“ wurde: viele ähnliche Missionen, die zum Ziel hatten, Städte von den Taliban zu befreien, sind daran gescheitert, weil zu wenige Soldaten und Sicherheitskräfte der Polizei dort nach der Eroberung abgestellt wurden. So konnten die Taliban zurückkehren, was wiederum einen neuen Befreiungseinsatz der Alliierten zur Folge hatte. Dieses frustrierende Spiel wurde schließlich von den Soldaten „Rasen mähen“ genannt.

Donnerstag, 25. März 2010

»Der Druck wird Erfolgsmeldungen produzieren«: Interview mit SWP-Expertin Citha Maass über die Nato-Offensive in Südafghanistan

»Moshtarak« soll die Wende bringen: Die großangelegte Nato-Offensive in Südafghanistan zielt auf die Taliban und ihre Drogenhochburgen. Einer langfristigen Stabilisierung steht aber nicht zuletzt die korrupte Führungselite im Weg, meint SWP-Expertin Citha Maass

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Dienstag, 23. März 2010

Aussteigerprogramm für moderate Taliban: Hilfe zur Selbsthilfe oder Subventionierung des Terrorismus?

von Dorte Hühnert

Die Rückkehr der niederländischen Königin aus dem Skiurlaub und der Afghanistankonflikt haben auf den ersten Blick nichts gemein. Deutlicher wird der Zusammenhang mit dem Grund der abrupten Rückreise, denn Königin Beatrix musste die amtierende niederländische Regierung auflösen, die sich über den Afghanistankonflikt so sehr zerworfen hatte, dass Neuwahlen die einzig verbleibende Lösung darstellten.

Samstag, 27. Februar 2010

Vergangener Alltag in Afghanistan

Von Johannes Manz

Der Schweizer Fotograf Herbert Maeder zeigt in seiner Ausstellung »Verborgener Zauber Afghanistans« bisher unveröffentlichte Bilder eines friedlichen Landes Ende der 1960er Jahre. Die Fotografien fangen Landschaften und Gesichter ein, und gewähren doch nur selten wirklich tiefe Einblicke

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