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Mittwoch, 18. Januar 2012

Neue Studie über Hamas: Die Bewegung des pragmatischen Widerstandes

Liebe Leser,
wir gratulieren unserem Alsharq-Autoren Maximilian Felsch zur erfolgreichen Promotion! Lest hier die Rezension seiner 2011 im Waxmann-Verlag erschienen Dissertation mit dem Titel »Die Hamas: eine pragmatische soziale Bewegung?«

»Radikalislamisch«, »extremistisch« und »terroristisch« sind einige der wenig schmeichelhaften Attribute, mit denen die palästinensische Hamas meist charakterisiert wird. Zu einer ganz anderen Einschätzung kommt hingegen Autor Maximilian Felsch. Laut ihm ist die » Bewegung des islamischen Widerstandes« vor allem eines – pragmatisch. Von Fabian Köhler

Montag, 19. September 2011

Palästina und die Unabhängigkeit: Es ist ein Staat

Von Miguel A. Zamorano
Der Weg zum 20. September, an dem die Palästinenser ihren Staat ausrufen wollen, begann mit einem grundlegenden Wechsel in der Arbeitsweise im palästinensischen Lager. Der Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ostjerusalem beschreibt diesen folgenreichen Wandel in seinem neuen Buch.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Buchrezension: “Der Iran-Konflikt und die Obama-Regierung”

Ein Gastbeitrag von Neslihan Dogan
Der Politologe Ali Fathollah-Nejad hat die amerikanische Außenpolitik gegenüber dem Iran unter der Obama-Regierung in seiner Publikation mit dem Titel “Der Iran-Konflikt und die Obama-Regierung – Alter Wein in neuen Schläuchen?” unter die Lupe genommen und sie auf Veränderungen gegenüber der Vorgängerregierung unter George W. Bush untersucht.

Donnerstag, 19. August 2010

Buchbesprechung: Civil Society in Algeria - The political function of associational life

Lieber Leser,
in der öffentlichen Diskussion über Demokratisierung des Nahen Osten wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder auf die wachsende Rolle der Zivilgesellschaft verwiesen. Als wichtiges Indiz für eine positive Entwicklung der Zivilgesellschaft wurde die Expansion von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gesehen. Andrea Liverani hat sich jahrelang mit der Entwicklung von NGOs in Algerien beschäftigt und kommt zu interessanten Schlussfolgerungen die den meisten bisherigen Annahmen widersprechen.

Im folgenden erscheint eine Rezension des Buchs “Civil Society in Algeria - The political function of associational life” in dem Liverani seine Ergebnisse zusammenfasst. Die Rezension stammt aus der kommenden Ausgabe der DAVO-Nachrichten. Die DAVO ist die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient und ist Mitausrichter des diesjährigen Deutschen Orientalistentag (DOT) in Marburg .


Eine verbreitete und zutiefst euphorische Ansicht vieler westlicher Akteure über demokratische Entwicklungen in Entwicklungsländern lautet nach Liverani wie folgt: NGOs bilden die Stützen der Zivilgesellschaft und eine Entwicklung der Zivilgesellschaft ist das Wundermittel gegen jegliche Formen autoritärer Herrschaft und schlechter Regierungsführung. Daraus folgt: Je mehr NGOs es in einem Land gibt, desto mehr zivilgesellschaftliches Leben ist vorhanden und entsprechend weit ist die demokratische Entwicklung vorangeschritten.

Diese vereinfachten Annahmen laufen nach Liverani aber an den Realitäten im Nahen Osten vorbei. Anhand des Beispiels Algerien zeichnet Liverani detailliert ein widersprechendes Bild, denn seit Anfang der 90er Jahre hat dort eine massive Expansion des NGO-Sektors (associational life) nur oberflächliche Fortschritte für die Demokratisierung bedeutet. Die Vervielfältigung von NGOs habe sich im Gegenteil vielmehr als herrschaftsstabilisierend für ein autoritäres Regime erwies.