Mittwoch, 10. September 2008

Wirtschaftsreformen im Nahen Osten und Nordafrika

Die Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas haben die Hindernisse für Unternehmensgründungen im letzten Jahr weiter gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt der "Doing Business 2009"- Bericht der Internationalen Finanz-Corporation und der Weltbank, der heute vorgestellt wurde.

Saudi-Arabien und Bahrain gehören zu den 25 Ländern weltweit, in denen es am Einfachsten ist ein Geschäft zu betreiben. Ägypten gehört zum dritten Mal in Folge zu den 10 Staaten, in denen die Handelsregulationen zwischen Juni 2007 und Juni 2008 am stärksten reformiert wurden.

Insgesamt registrierten die Wirtschaftswissenschaftler in 12 der 19 untersuchten Ländern der Region signifikante Reformen. Ausnahmen bildeten Algerien, Bahrain, Iran, Irak, Israel, Kuwait und Qatar. Neben Ägypten gehörten Saudi-Arabien und Tunesien zu den Reformmotoren in der Region.

"Überall in der Region machen es Staaten einfacher Handel zu treiben, in dem sie sich auf Ideen für Reformbeschleunigungen konzentrieren.", konstatierte Dahlia Khalifa, Ko-Autorin des Berichts.

"Doing Business" bewertet insgesamt 181 Volkswirtschaften anhand von 10 Indikatoren. Dazu gehören Dauer und Preis um staatliche Voraussetzungen für eine Geschäftsgründung zu erfüllen, sowie Hindernisse beim grenzüberschreitenden Handel, Steuern, sowie Bedingungen zur Schließung von Unternehmen.

Singapur ist der Staat in dem Unternehmensgründungen weltweit am Einfachsten sind. Saudi-Arabien und Bahrain liegen auf den Plätzen 16 und 18, Israel folgt auf Rang 30.

Kommentare:

otti hat gesagt…

Wer, wie Doing Business, Deutschland mit Georgien vergleichen will, dem ist schlicht und einfach nicht mehr zu helfen.
Nichts als gnadenlose Verarschung und Propaganda ist der Report.

Je weniger Arbeitnehmerrechte, desto besser (Georgien: keine).
Menschenverachtend!

C.Sydow hat gesagt…

Ich gebe dir dahingehend recht, dass die Parameter von Doing Business ziemlich zweifelhaft sind. Gerade auch, weil ich bei meinem Ägyptenaufenthalt in diesem Jahr nicht den Eindruck hätte, dass die Reformfreudigkeit der Ägypter in irgendeiner Form zum Wirtschaftsaufschwung beiträgt.