Freitag, 22. Juli 2011

Die Azhar nach der Revolution: Im neuen Gewand zu alter Größe

Ein Gastbeitrag von Sebastian Elsässer

Ahmad al-Tayyib wählte die große Bühne. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet hatten im Frühjahr 2011 eine Handvoll Azhar-Gelehrte über Wochen mit mehreren Dutzend namhaften säkularen Intellektuellen, darunter auch Christen, zusammengesessen und über die Zukunft Ägyptens diskutiert: Was sollen die Grundlagen der neuen Ordnung sein? Wie soll das Verhältnis von Islam und Staat definiert werden? Und welche Rolle soll die Azhar-Institution im neuen Ägypten spielen? Obgleich es den Intellektuellen zweifellos gelungen war, dem Dialog ihren Stempel aufzudrücken, wandte sich der Großscheich selbst am 20. Juni an die nationale Öffentlichkeit, um das Ergebnis vorzustellen: die »Erklärung der Azhar und einer Elite von Intellektuellen zur Zukunft Ägyptens«.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Israelisch-griechische Beziehungen: »Die Griechen lachen uns an, wir umarmen sie«


Die israelisch-griechischen Beziehungen sind so eng wie lange nicht mehr. Nach fast fünf Jahrzehnten eisernem Schweigen nähern sich Athen und Jerusalem nun im Rekordtempo an. Auslöser dafür ist eine Männerfreundschaft.

Von Dominik Peters

Dienstag, 19. Juli 2011

Kommentar zu Flotilla und Flightilla: Wie im Kindergarten

Gaza-Flottilla und Flightilla waren unnötige symbolische Aktionen, denen Israel einfache, aber genauso unnötige Realpolitik gegenüberstellte. Am Ende haben alle verloren.

Ein Kommentar von Bodo Straub.

Montag, 18. Juli 2011

Al-Qaida im Jemen: Zinjibar oder der letzte Grund

Ein Gastbeitrag von Mareike Transfeld
Baut sich al-Qaida in Zinjibar einen islamistischen Mini-Staat? Über das, was sich tatsächlich im Süden des Landes abspielt, lässt sich nur spekulieren. Doch die Regierung muss sich einige unangenehme Fragen stellen lassen.

"Widerstand ist eines Christen Recht und Pflicht“ - Interview zum Kairos Palestine Dokument

Liebe Leserinnen und Leser,
im Dezember 2009 veröffentlichten prominente palästinensische Christen das „Kairos Palestine Document“. Inspiriert von südafrikanischen Kirchenvertretern, die sich in den 1980er-Jahren gegenüber dem Apartheid-Regime positionierten und bereits damals den Begriff "Kairos" (griechisch: "Jetzt ist die Zeit") verwandten, stellt das Dokument eine theologische Auseinandersetzung mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt dar, aus der konkrete politische Handlungsempfehlungen geschlussfolgert werden. Das Dokument, das unter anderem ökonomische Sanktionen gegen Israel fordert und von einem „Apartheid-System“ spricht, hat großes internationales Aufsehen erregt.

Lukas von Nordheim, gegenwärtig tätig bei der Friedrich-Ebert Stiftung in Ostjerusalem, sprach mit Rifat Odeh Kassis, dem Koordinator und Sprecher von „Kairos Palestine“ über das Dokument. Der aus der Nähe von Bethlehem stammende Kassis leitet unter anderem die NGO „Defence for Children International“, die sich für Kinderrechte weltweit einsetzt.

Herr Rifat Kassis, was sind die drei wichtigsten Aspekte des Dokuments „Kairos Palestine – A Moment of Truth: A Word of Faith, Truth and Love from the Heart of the Palestinian Suffering“, das christliche Palästinenser unter Ihrer Leitung im Dezember 2009 veröffentlicht haben?

Rifat Odeh Kassis: Drei Fakten unterscheiden "Kairos Palestine" von anderen Dokumenten: Es ist auf Arabisch geschrieben, es richtet sich an unser Volk, und verwendet keinen Diplomatenjargon.

Zum ersten Punkt: Normalerweise sind solche Schriften von Christen, NGOs und anderen Gruppen auf Englisch verfasst. Das vermittelt den Eindruck, dass wir uns in erster Linie an die internationale Gemeinschaft und nicht an unser Volk richten. Deshalb wirft uns die israelische Propaganda vor, die Palästinenser hätten zwei verschiedene Diskurse: einen arabischsprachigen für das Volk, in dem sie sich radikal äußern und einen englischsprachigen, der sich an die Außenwelt richtet und in dem der Diskurs abgemildert wird. Wir haben das Dokument auf Arabisch geschrieben, um unsere Leute mit der Botschaft „Liebt Eure Feinde!“ herauszufordern.
Zweitens sagen wir unseren Leuten: Seid geduldig, standhaft und leistet Widerstand – natürlich gewaltlos. Christen in Palästina gelten und geben sich oft passiv (...), als diejenigen, deren Religion nur von Liebe handelt. Sie wissen schon: Liebe Deine Feinde! Wenn Dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte auch die andere hin." Aber wir brechen mit diesem Stereotyp in unserem Dokument und sagen: Widerstand – natürlich gewaltfreier Widerstand –  ist eines Christen Recht und Pflicht. Seid standhaft und geduldig! Das sind starke Worte in unserer Gemeinschaft.

Freitag, 15. Juli 2011

Mordfall Hariri: Das Dilemma der internationalen Strafjustiz

Ein Gastbeitrag von Jakob Hensing
Das UN-Sondertribunal zur Aufklärung des Mordes am libanesischen Premierminister Hariri offenbart einmal mehr das Dilemma der internationalen Strafjustiz. Statt Stabilität durch Gerechtigkeit verheißen die aktuellen Haftbefehle dem Zedernstaat eine neue Zerreißprobe.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Was macht eigentlich die Wissenschaft?

Ein Nachtrag zum Kommentar "Panzer für Frauen" von Philipp Dehne

Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Leopard-II-Panzer drängt sich noch eine andere Frage auf, nämlich die nach der Rolle der Wissenschaft in der öffentlichen Debatte. Sicherlich haben sich einzelne Experten wie Volker Perthes oder Guido Steinberg, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politikberatung agieren, in den Medien kritisch zu Wort gemeldet. Aber hat man ansonsten eine Reaktion von Wissenschaftlern, die sich mit der Region auseinandersetzen, vernommen? Die Eingrenzung dieser Gruppe von Wissenschaftlern ist schwierig. Für viele Islamwissenschaftler sind zeitgenössische Themen nicht zentral und die wenigsten Politikwissenschaftler beschäftigen sich explizit mit Nordafrika und dem Nahen Osten. Aber dennoch gibt es eine ganze Reihe von Islam-, Politik- und weiteren Sozialwissenschaftlern, die eben dies tun, die über besondere Regionalkenntnisse verfügen und die ich am ehesten als „Regionalwissenschaftler“ bezeichnen würde. Auch wenn diese Gruppe von Wissenschaftlern nur bedingt formal organisiert sein mag, bestehen doch weiträumige Netzwerke zwischen ihnen. Hat sich dieser Personenkreis in der aktuellen Debatte organisiert zu Wort gemeldet? Solch eine Intervention muss an mir vorüber gegangen sein (und ich wäre froh, wenn ich sie übersehen und einfach nicht gründlich genug recherchiert hätte).

Mittwoch, 13. Juli 2011

Panzer für die Frauen

Ein Kommentar von Philipp Dehne


In den letzten Tagen ist viel über den beabsichtigten Verkauf von 200 Leopard-II-Panzern nach Saudi-Arabien geschrieben worden. Klarer sind die Hintergründe der Entscheidung nicht geworden. Dies liegt vor allem daran, dass die Entscheidungsträger der Koalition ihre ursprüngliche Geheimniskrämerei unverblümt fortsetzen. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel und Rainer Brüderle scheint nicht die Verkaufsentscheidung diskussionswürdig, sondern die Tatsache, dass Informationen aus dem Bundessicherheitsrat an die Öffentlichkeit gelangt sind. Einige der an der Entscheidung im Bundessicherheitsrat Beteiligten redeten vage von „strategischen Sicherheitsinteressen“ oder Saudi-Arabien als „einem der wichtigsten Stabilitätsanker in der Region“.

Montag, 11. Juli 2011

Frauenrechte in Jordanien - Der schwierige Weg zur Gleichberechtigung

Ein Beitrag von Kathrin Hecht

In dieser Woche ist der erste UN WOMEN Report erschienen. Ein globaler Report über Frauenrechte, Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und die Stellung von Frauen in ihren jeweiligen Rechtssystemen. Anlass, sich mit den Frauenrechten im Nahen Osten zu beschäftigen - einem Thema, das vielleicht im weiteren Prozess des arabischen Frühlings an Bedeutung gewinnen wird. Ich schaue in diesem Beitrag auf Jordanien, ein Land, aus dem ich persönliche Erfahrungen mitbringe.

Sonntag, 10. Juli 2011

Südsudan - Eine Nation wird geboren

Neue Flagge, neue Hymne, neues Selbstbewusstsein: Der Südsudan ist unabhängig - und damit der jüngste Staat der Welt. Die Menschen feiern euphorisch, doch jetzt muss sich erst zeigen, ob das Land Probleme und Konflikte lösen kann.

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Freitag, 8. Juli 2011

Südsudan am Vorabend seiner Unabhängigkeit: Kein Weg zurück


Morgen spaltet sich der Südsudan vom Norden ab. In der neuen Hauptstadt des Vielvölkerstaates laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Anspannung ist mit den Händen zu greifen. Aus Juba berichtet Björn Zimprich.

Türkisch-Syrische Beziehungen: Erdogans Jein zu Assad

Ein Beitrag von Natalia Gorzawski.

Im Rahmen des Arabischen Frühlings offenbart sich derzeit die Widersprüchlichkeit der türkischen Außenpolitik: Einerseits der Anspruch, Reformen und Demokratie in der Region zu fördern und als gutes Beispiel voran zu schreiten, andererseits aber der Aufbau enger politischer und ökonomischer Beziehungen zu autoritären Regimen vor dem Hintergrund einer „Null Probleme mit den Nachbarn“-Politik. Die arabische Freiheitsbewegung stellt daher eine besondere Herausforderung für Erdogan dar, wobei sich Syrien als Zerreißprobe entpuppen könnte. Bis Anfang des Jahres noch florierten die Beziehungen zwischen Ankara und Damaskus. Mit der Auslieferung des PKK-Chefs Öcalan Ende der 90er Jahre wurde der Höhepunkt der syrisch-türkischen Krise überwunden und die Grundlage zu einer Annäherung gelegt. Die neue außenpolitische Ausrichtung der Türkei hat dabei in den letzten fünf Jahren zu intensiven wirtschaftlichen, kulturellen sowie diplomatischen Beziehungen und laut Medienberichten einer engen Freundschaft zwischen Bashar al-Assad und Recep Tayyip Erdogan geführt.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Alsharq braucht Verstärkung

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Ihr womöglich gemerkt habt, sind die Abstände zwischen unseren Veröffentlichungen von Artikeln momentan recht groß. Dies hat verschiedene Gründe: Einerseits sind wir damit beschäftigt, unsere Website zu professionalisieren. Andererseits gehen wir unseren beruflichen Verpflichtungen nach, – ob bei Zenith in Berlin, beim Spiegel in Hamburg, beim ZFD in Beirut oder bei der FES in Jerusalem/Berlin, usw. –  sodass für Alsharq nicht ausreichend Zeit bleibt. Einzig unser Twitter-Dienst verweist täglich auf viele spannende Links.

Deshalb würden wir uns freuen, wenn die Alsharq-Familie Zuwachs erhielte. Engagierte Studierende, Promovierende oder auch Young Professionals, die sich mit dem Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrika auseinander setzen, ermutigen wir hiermit, sich bei Alsharq journalistisch einzubringen. Dies kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. Neben journalistischen Artikeln und politischen Analysen besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten zur Diskussion zu stellen oder Berichte zu Alsharq-relevanten Tagungen und Ausstellungen zu verfassen. Des Weiteren können wir Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung von politischen Reisen oder beim Fundraising gut gebrauchen.

Da Alsharq immer häufiger externe Auftragsanfragen bekommt, besteht gegebenenfalls auch die Möglichkeit, ein wenig Geld zu verdienen. Außerdem haben wir über die Jahre ein Netzwerk an Experten zu und aus der Region aufgebaut, von dem „Neulinge“ profitieren können. Meldet Euch bei Interesse und schickt eine Email an alsharqblog@gmail.com.

Freitag, 1. Juli 2011

Das Sondertribunal für den Libanon beschuldigt Hizbullah-Mitglieder - Anklage mit Ansage

von Christoph Sydow (Hamburg) und Björn Zimprich (Beirut)

Mit großer Spannung hat der Libanon auf diesen Tag gewartet. Mehr als sechs Jahre nach dem Mord am ehemaligen libanesischen Premierminister Rafiq Hariri hat das Sondertribunal gestern Anklage gegen vier Libanesen erhoben, die den Anschlag vom 14. Februar 2005 in geplant und durchgeführt haben sollen. Zwei der Männer, Mustafa Badr al-Din und Salim Ayyash, sollen der Hizbullah angehören. Badr al-Din ist ein Cousin und Schwager des 2008 getöteten Hizbullah-Kommandeurs Imad Mughniyeh und soll diesen nach dessen Tod abgelöst haben. Ayyash soll die Zelle geleitet haben, die den Anschlag auf Hariri durchführte. Er soll neben der libanesischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. 

Samstag, 25. Juni 2011

Märkte, Macht und Menschenrecht - Ägypten im Fokus der Europäischen Nachbarschaftspolitik

Von Tobias Wellner

Als sich im Januar die Ägypter in Kairo zu tausenden versammelten, um für ihre Freiheit zu demonstrieren und sich später abzeichnete, dass Mubaraks Regime nicht seine uneingeschränkte Macht halten konnte, tat sich die Europäische Union schwer ihren alten Verbündeten fallen zu lassen. Einerseits unterstützten europäische Ländervertreter medial eindrucksvoll die Demonstranten,  gleichzeitig vermieden sie es jedoch den langjährigen, engen Bündnispartner zu verurteilen. Bis heute scheut sich die EU das 30 Jahre währende autoritäre Regime Mubaraks zur Rechenschaft zu ziehen.

Seit 2003 versucht die EU die Beziehungen zu ihren südlichen Nachbarn zu verbessern. Als eine Alternative zur bisherigen Erweiterungspolitik wurde die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) ins Leben gerufen.

Freitag, 24. Juni 2011

Interview with Jamil Sayyed - »Germany is responsible for my detention«

For four years Jamil Sayyed, former chief of Lebanon's General Directorate of General Security, was detained as one of the main suspects in the murder of former Lebanese Prime Minister Rafiq Hariri. Robert Chatterjee and Christoph Dinkelaker met Sayyed in Beirut this April. In this interview he lashes out against the German UN-Investigator Detlev Mehlis as well as against Germany's foreign intelligence agency BND and the German news magazine Der Spiegel. A German translation of this interview was published in the German quarterly magazine zenith.


Alsharq: What would you do if you met Detlev Mehlis today?

Jamil Sayyed: The first feeling that would come to my mind is that I would have to vomit.

What led to your detention – and to your release?

It was a long battle that lasted for 4 years to get freed from my political and arbitrary detention. I was never exposed, neither by Detlev Mehlis nor his team , nor to any witness, proof or charges. On August 30 2005, British officer Ken Korlett from the United Nations International Independent Investigation Commission (UNIIIC), came to me with a letter, sent to me by the president of UNIIIC Mr. Mehlis, who had himself signed the paper. That Search Warrant read: »According to witnesses heard by the commission....Jamil Sayyed should be considered as suspect...«. From the day they presented the letter to me and multiple times later on, I asked them: Where are your witnesses? No answer!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ariyeh Deri verkündet Comeback: Der Messias der mizrachischen Massen

Von Dominik Peters
Es ist das Comeback des Jahres: Ariyeh Deri hat nach einem längeren Gefängnisaufenthalt seine Rückkehr in den Polit-Betrieb angekündigt. Einst war er der schillernde Superstar der Schas. Mit seinen alten Weggefährten will der orthodoxe Deri nun aber nicht mehr zusammenarbeiten.

Prozess in Bahrain: Verurteilen statt versöhnen

von Nils Metzger
Aussöhnung sieht anders aus: In Bahrain wurde führenden Oppositionellen wegen ihrer Rolle während der Frühlingsunruhen der Prozess gemacht. Sechs Funktionäre und Menschenrechtler bekamen lebenslänglich.

Dienstag, 21. Juni 2011

Ex-PKK-Kämpfer im Exil: Zwischenstation Irak

Was macht ein ehemaliger kurdischer Guerilla-Kämpfer, der die Berge verlassen hat? – ein Portrait. Aus dem Nordirak berichtet Naomi Conrad.

Montag, 20. Juni 2011

Fatah und Hamas: Es lebe die palästinensische Zweiheit!

Das Kairo-Abkommen zwischen Fatah und Hamas harrt der Umsetzung. Weil keine der beiden Parteien Einfluss abgeben will, rücken die politischen Zielmarken im September in weite Ferne. Ein Gastbeitrag von Michael Bröning

Sonntag, 19. Juni 2011

Update Alsharq-Reise nach Israel und Palästina

Liebe Leserinnen und Leser,

gestattet uns auf einige Updates zu unserer politischen Reise nach Israel und Palästina im September (15. - 27.9.) hinzuweisen. Es gibt noch wenige freie Plätze, eine baldige Anmeldung bietet sich insofern an.

  • Wir haben kleinere Veränderungen im Reiseprogramm vorgenommen.
  • Außerdem haben wir zwei Flüge herausgesucht, die sich für die An- und Abreise anbieten. Alsharq-Mitglied und Reiseagent Simon Welte hilft bei diesbezüglichen Fragen gerne.
  • Am 3. September bieten wir in Berlin ein Vorbereitungstreffen zum Kennenlernen an, bei dem wir Organisatoren einführende Inputs zur politischen Situation vor Ort geben. Außerdem werden wir während dem Treffen praktische Fragen klären. Die Mitreisenden können schließlich ihre Erwartungen an die Reise äußern. 

Alle weiteren Informationen findet Ihr auf unserem ausführlichen Post zur Reise, den wir im März ins Netz gestellt haben.

Freitag, 17. Juni 2011

Schließung des »Gulf Research Center« in Dubai: »Kritik wird kriminalisiert«

Abdulaziz Sager, Direktor des »Gulf Research Center«, berichtet im Interview, warum sein Institut nicht mehr in Dubai arbeiten darf – und welche Auswirkungen die Nervosität der Herrscher am Golf auf die Forschungslandschaft hat.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Medienhatz in Ägypten: Spione, die auf Eseln reiten

Ein angeblicher israelischer Spion wird in Kairo verhaftet – und Ägyptens Medien haben den Schuldigen für alle Probleme der vergangenen Monate ausgemacht. Die nun geifernde Paranoia erlebte unser Korrespondent in Kairo am eigenen Leib. Aus Kairo berichtet Paul Schmidt.

Mittwoch, 15. Juni 2011

In der Türkei nichts Neues?

Ein Kommentar zu den türkischen Parlamentswahlen von Ahmet Salih Yurdakul

Acht Millionen mehr Wahlberechtigte als bei den letzten Wahlen im Jahr 2007: die Türkei ist ein junges Land. Das und vieles andere deutet auf die Dynamik und den Wunsch nach Veränderung hin, die die Politik vorantreiben: die Wirtschaft boomt, das Land gewinnt international mehr Akzeptanz – zur Zufriedenheit der Bevölkerung. Die Politik versucht, Lösungen für seit Jahrzehnten ungelöste Probleme zu entwickeln. Wie lange die Türkei dafür brauchen wird, weiß niemand. Doch der Wille ist da, das ist unumstritten – und die AKP wurde mit einem Wahlsieg belohnt. 

Dienstag, 14. Juni 2011

Neue Regierung im Libanon in Sicht

Nach viereinhalb Monaten scheint nun tatsächlich einzutreten, womit zuletzt kaum noch jemand gerechnet hatte: Der Libanon wird wieder eine Regierung bekommen. 

Es war am 25. Januar dieses Jahres als Präsident Michel Suleiman Najib Mikati mit der Regierungsbildung beauftragte, nachdem die Allianz des 8. März die Regierung verlassen hatten und Walid Jumblatt, Führer der drusischen Progessiven Sozialistischen Partei, Ministerpräsident Saad Hariri die Unterstützung versagte hatte. Entscheidender Streitpunkt war das Sondertribunal für den Libanon gewesen, das den Mord an Rafiq Hariri aufklären sollte und dessen Ermittler Hisbollah-Kader unter Verdacht stellten.